06.10.2019 Vollgas Nordmazedonien ✌️

Das war ein Vollgastag auf der ganzen Linie. Wenn wir jeden Tag so reisen würden, könnten wir locker schon wieder zu Hause vor dem Fernseher sein. Aber Bernd genießt lieber. Ging heute trotz Highspeed.

Ich kürze es ab, denn der Tag war schnell und wir wollen heute noch mal 10% schneller reisen.

Wir wuchen auf, duhuschten, aßen ein Stück früh, kauften Zaubermesser beim Messermann, entgingen den Hütchenspielern, sattelten die noch immer schadlose Christel und fuhren in erster Etappe zur Talstation der Seilbahn auf den Krstovar. Dort gings nuff und wieder nunner für nur 3,30 €.

Picture taken und ab zur nächsten Station Matkaschlucht. Die fanden nicht nur wir toll sondern auch unzählige Mazedonier. Uns war zu viel los. Die Bootstour war zu teuer. Also nur lokale Wirtschaft gestützt und Mais und Maronen gekauft und ab durch die Mitte. Dazwischen hatten wir den ersten Kontakt mit der Staatsmacht. Nachdem sie Christel etwa 50 km gefolgt sind, in der Hoffnung, sie würde doch was falsch machen (natürlich erfolglos), hielten sie uns einfach so an.

„Was habt ihr geladen?“

„Privates Zeug.“

„Bitte aufmachen… [Danger zieht seine Schuhe an und stapft raus und öffnet die Höhle. Keine Schutzsocken sichtbar…]… Gute Fahrt!“

Keine Ahnung, was er gehofft hatte zu sehen… Vllt Flüchtlinge?…

Stracks gings dann zur nächsten Attraktion: In Tetovo sind wir an der Bunten Moschee vorbeigefahren. Weil Christel so trödelt, konnten wir nicht reingucken…

Dafür war der Straßenverkehr sehr interessant. Ich fühle mich schon ein wenig wie ein Balke, wenn ich hier mit dem Strom schwimme… Macht mittlerweile schon bisschen Spaß… Kritisch ist es manchmal an Kreuzungen, weil man überhaupt gar nicht weiß, wer Vorfahrt hat… Das muss absolut nach Gefühl entschieden werden. Rechts vor links gibt es, soweit gespürt, nicht… Dann haben wir kurz gesehen, wie Unfälle hier funktionieren. Der BMW-Fahrer riss die Tür auf und donnerte sie gegen den Laster, der ihn grad passierte. Er stieg aus, schimpfte den Lasterfahrer fürchterlich aus (obwohl der eindeutig im Recht war). Beide fuhren weiter. Und wir hatten schon Angst, Zeugen spielen zu müssen…

Also zur nächsten Attraktion „Kirche im Teich“. Fanden wir toll… Die Eingeborenen, deren Kirche Tito hat im Stausee fluten lassen, fanden es sicher nicht so toll. Wir trafen auch auf Eingeborene. In Mazedonien sind wirklich alle sehr nett und zugänglich. Wir hatten viele tolle Begegnungen mit Menschen, die uns unbedingt helfen wollten. Das war wirklich toll! Unter anderem der weitgereiste Ladenchef in Skopje, der mindestens 15 min in ruhigem Englisch alles erklärte, was wir wissen mussten. Fabelhaft! So auch der im Adventurestil von Danger gekleidete Mazedonier an der Kirche. Mit Händen und Füßen erklärte er die Geschichte. Wir antworteten mit Ohren, Knien und Ellenbogen. Hier helfen aber nur Bilder. Danach ging es in aufziehender Dunkelheit an den Ohridsee zum Campingplatz Rino 1. Für die Googlebewertung werden hier gleich kostenloser Schnaps und Kaffee ausgeteilt. Das Essen war auch fabelhaft. Wir schlufen in erster Reihe am Teich. Die Nacht kostet 10 €… Wir können uns leider nicht beschweren… Daher werden wir wohl noch einen Tag verlängern. Zumal wir Internet in der Christel haben und dadurch die ganze Nacht auf Instagram schnorcheln können (was wir freilich nicht tun…)

Lasst Bilder sprechen!

Alte Kirche von Mavrovo:

Gebaut 1856. Ersoffen 1956.

Bissl wie in Indien:

Aussicht vom Berg auf Skopje:

Schrottkarre mit Schrott oben drauf:

Unglaublich leckerer Keks in Skopje:

Kreuz oben auf dem Berg:

Bernd, Pferde und Kirche:

Matkacanyon…. Hammer schon besser gesehen. Sind aber auch nicht ins Boot gestiegen:

Sicht unterwegs:

Kaffee mit Schnaps und Bier 🍻

Matkacanyon:

Kirche in Alt. Manchmal guckt nur die Spitze raus:

Typische Straßenszene. Vorn so eine Knatterkiste mit Kreissäge oben drauf. Dahinter volle Tonnen:

Kirche:

Blick auf Bernd und Mike (dahinter Skopje):

Kirche:

Für das Bild habe ich sogar kurz Christel gestoppt:

Oben auf dem Berg… Hier denkste, der Sozialismus lebt noch…

Kaffee mit Schnaps:

Super leckeres Abendmahl:

Kirche:

Bernd trägt seinen Aluhut. Wir haben festgestellt, dass unsere Scheibenisolierung nicht nur vor Licht und Kälte schützt, sondern auch vor kosmischen und WLAN-Strahlen. Mit Isolierung also kein Netz. Ohne Isolierung also volles Netz… Und so lagen wir beide also den ganzen Abend rum. Man bedenke auch, wie die Strahlen im Auto bleiben, wenn man das Handy beim Schlafen nicht in den Flugmodus versetzt.

Aluhut:

Bunte Moschee:

Ladungssicherung… Der linke Stapel wackelte schon… Ich wusste nicht, was unsicherer ist… Hinterherfahren oder überholen…:

Morgens in Skopje:

Sicht:

Abendliche Schlafi am See, erste Reihe, keine Nachbarn, WLAN:

Der Messermann. Erst sehr freundlich, dann unfreundlich. Von mir zur Rede gestellt dann aber wieder sehr freundlich:

Riesige Landwirtschaft südwestlich von Skopje:

Bernd war begeistert. Wir wollen jetzt auch unser Gewächshaus erweitern:

Skopje von oben:

Matka:

Kirche drinnen:

Draußen:

Baklava 1 €

Messer 5 €

Parkhaus 11 €

Seilbahn 3,30 €

Bier 2 €

Mais 0,80 €

Maronen 1 €

Abendbrot 15,50 €