05.10.2019 Skopje 🇲🇰

Heute muss ich es wirklich kurz machen, denn der Weg ist weit und die Zeit sehr knapp. Der Comanche ist schon wach und hat Angst um Christel…

Die Nacht verbrachten wir weit oben in den Bergen vor einem Skihotel bei ca 2 °C. In Christel wars abends 15 °C und früh noch mollige 9 °C. Früh wurden wir von einem Mitarbeiter von Eulex geweckt. Und zwei Hunden. Wir fuhren schnell in die Sonne, denn der Kühlschrank würde irgendwann früh wieder Strom brauchen. In der Kurve sagte Bernd „Halt!“ Christel hielt. Warum? „Kemi-Flia“ auf Google-Deutsch „wir haben geschlafen“. Na das klang doch nach einem zünftigen Kaffee für billiges Geld.

Pustekuchen… „Wir haben nur Flia„. Kurze Rede langer Sinn. Es war gigantisch!!! Das albanischen Muttelchen haben wir drei mal genervt, ob ihr Traditionsgericht endlich fertig sei.

Anschließend brachte ihr Mann diese zwei leckeren Fladen direkt an den schon von uns neben Christel gedeckten Tisch:

Eigentlich wollten wir ja auch das hier essen (kosovarisches Brot, ungarische Salami, slowakischer Käse mit Tartarska Omacka, rumänischen Käse mit Bautzener Senf und ungarischer Butter. Dazu serbischen Kajmak und deutsche Marmelade nebst slowakischer Pastete..):

Wurde aber nix, weil das die der Flia unglaublich viel und unglaublich lecker war!!! Wenn ihr mal in der Gegend seid, haltet unbedingt hier an:
Hier

Ihr Mann war als Kosovo Albaner während des Kosovokonfliktes unter anderem Flüchtling in Rosenheim. Sie war nach Australien geflohen. Sehr sehr nette Menschen!

Danach sind wir zur nordmazedonischen Grenze und wollten drüber. Das dauerte aber ewig, weil alle ein wenig durcheinander und aufgebortschtelt waren. Der Zollmann hätte fast eine Staatskrise ausgelöst. Er nuschelte irgendwas zwischen „du kannst auch durchfahren wie die 10 Autos vor dir, weil du Deutscher bist…“ und „stehenbleiben oder ich schieße!“… Ich hab beides gemacht. Kurz angetäuscht und dann doch angehalten. Anlass genug für ihn, mir mit harter Strafe zu drohen und auf alle Schilder zu zeigen wo drauf stünde, dass Christel hätte bremsen sollen… Alles Unsinn.. Die Stelle passierten etwas 30 Autos pro Minute. Hätte ich die albanischen Schilder mit Google übersetzt, hätte er wirklich geschossen… Allein unserem diplomatischen Verhandlungsgeschick war es zu verdanken, dass wir die Kanzlerin nicht aus dem Wochenende klingeln mussten…

Dann eröffnete sich uns Skopje. Christel in die tiefe Garage gefahren und Augen gemacht. Schnell ins erste Internetcafe, denn Mike musste arbeiten und Bernd musste warten.

Büro im Café:

Am Ende der Arbeit haben wir schnell Airbnb nach konkurrenzfähigen Preisen kontrolliert und siehe da. Die Entscheidung auf eine Nacht im schönen Skopje war gefallen (26€!!). Skopje ist echt und wirklich wunderschön!! Unglaublich krass… Da gibt’s nix zu erzählen. Das muss bebildert werden:

Es war angeblich „white night“… Die Straßen und Kneipen sollten also brechend voll sein mit Livemusik bis 4.00:

Skopje ist VOLL von Statuen. VOOOOOOLLLLLLLLLL!

Die Laternen mussten weg… Hamse erst mal in einer Gasse gestapelt:

Piraten.. Klar…

Skulpturen. Die Skopjer haben Skulpturen jerne:

Haus zur Erinnerung an Mutter Teresa:

Statuen (pro Augenöffnung mindestens 20 Stck):

Das Motiv hat Bernd gefunden:

An fast jeder Skulptur oder Brücke ist eine Bronze-Tafel in Albanisch und Englisch:

Skopje macht Lächeln aufs Gesicht:

Mittelalterliche Brücke. Ist auch auf dem Stadtwappen:

Andere Seite mit Skulptur:

Laterne noch im Boden. Dahinter Klimaanlagen:

Skulpturen. Rechts die ist schwanger… Es ist irgendwie der Kreis des Lebens… :

Dahinter ist noch einer:

Unterwegs hat uns die Kosovarische Autobahn nach Nordmazedonien die Sprache verschlagen…. Wir fragen uns, warum sich ein so armes Land sowas teures leisten kann… Und gab’s keine bessere Idee für das viele Geld? Autos fuhren auch kaum welche drauf. Die Landstraße daneben war mautfrei und sehr gut ausgebaut…

Schlafi am Morgen:

Schlafi am Abend:

Gegessen hatten wir fürstlich im Familienrestaurant. Dazwischen haben wir alle anderen Einladungen der Tourifallen mit der Begründung, Bernd sei Veganer, abgeschmettert. Vegetarismus war als Ausrede schon bekannt und verbrannt. Veganismus kannten sie noch nicht. Ab nächstem Jahr wirkt nur noch Keto-Diät…

Familienrestaurant:

In der „Craft Beer“ – Kneipe waren wir auch noch… Selten so ein widerliches Gebräu getrunken… Nicht machen… Teuer wars auch noch… Sieht viel aus, waren aber umgerechnet nur 3 Bier für 2… Kostet 10 €. Das Abendmahl kostete nur 8 €…

Das privat getestete Craft-Bier unseres Cousins ist dagegen delikat!

Als Trost gab es noch Baklava. Waren sehr lecker. Kommen aber an die von Caro und Chris nicht ran:

Der Muezzin ruft gleich zum zweiten Gebet. Bernd kniet schon auf der Matte. Ich schließ mich an. Danach wird geduhuscht!!

In Worten: G E D U H U S C H T!!!

Na das ist ja mal wieder schön kurz geworden… Heute rammeln wir durch ganz Mazedonien, fahren mit der Seilbahn und einem Boot und schlafen an einem tollen See. Ich hoffe, Bernd hat schon Kaffee gekocht.

Neuer Standortlink ist wieder 3 Tage gültig… Achso… Wir werden keine Simkarte kaufen. Morgen gibt es vllt keinen Beitrag. Der Standort wird auch nur gelegentlich aktualisiert. Netz haben wir wohl erst in Griechenland wieder.

Flia 3,50 €

Kaffee 6 € mit Trinkgeld

Airbnb 26 €

Restaurant lecker und gut 8 €

„Craft beer“ 10 €

Baklava 2 €

Postkarten 1 €